Kampagne

In unserer Kampagne zum Mitmachen liefern wir Informationen, klären auf, stellen Persönlichkeiten vor und schaffen so ein Bewusstsein für Perspektiven junger Menschen, die sich in seelischen Ausnahmesituationen befinden oder sogar schon einmal Erfahrung mit Psychiatrie gemacht haben. Unser Ziel: Vorurteile und Stigmatisierungen abbauen. Dabei haben wir verschiedene thematische Schwerpunkte, die wir auf dieser Seite sammeln. Wir starten mit folgenden Themen: “Seele – Was ist das eigentlich?” ist einfacher und sehr grundlegender Einstieg. Was macht die Seele aus? Was macht sie gesund, was macht sie krank? Wie kann man sie stärken? Beim “Menschenrecht auf Verrücktsein?” setzen wir uns mit der UN-Behindertenrechtskonvention auseinander und erklären, welche Rechte seelisch erkrankte und behinderte Menschen haben – und wie das alles mit Inklusion zusammenhängt. Beim Schwerpunkt “Krankheits-Bilder” geht es um die verschiedenen Ausprägungen seelischer Beeinträchtigungen und psychiatrischen Diagnosen. Wir zeigen, wie junge Betroffene sie selbst wahrnehmen, wie sie damit umgehen und welches vorurteilsbehaftes Schubladendenken mit einer Diagnose verbunden sein kann.
Zu unseren Kampagnenthemen schreiben wir Texte, drehen und animieren Filme, führen Interviews. Wir zeigen dir auch andere Stellen im Internet, wo du Informationen bekommst. Außerdem sammeln wir hier Artikel und Blogeinträge von SOUL LALA, die thematisch passen. So bleibt alles übersichtlich und an einer zentralen Stelle auffindbar. Im Verlauf des Projekts kommen weitere Themen hinzu. Gerne nehmen wir auch deine Ideen auf! Schreib uns unter info@soullala.de.

“Ein Menschenrecht auf Verrücktsein?” Meine Rechte aus der UN-Behindertenrechtskonvention

Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen besagt, dass jeder Mensch – auch mit körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen – das Recht hat, gleichberechtigt in unserer Gesellschaft zu leben, zu wohnen, zu lernen, zu arbeiten und dabei nicht aufgrund einer Behinderung ausgegrenzt und diskriminiert werden darf. Er oder sie sollen gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilhaben. Dies ist es, was wir unter „Inklusion“ verstehen. Der Leitspruch der Inklusion lautet: „Es ist normal, verschieden zu sein“. In einer inklusiven, bunten und lebenswerten Gesellschaft ist es erstmal in Ordnung, dass du anders bist. Du hast nicht weniger als ein Menschenrecht und damit viele Mitstreitende auf deiner Seite, die dafür einstehen, dass dein „Anders-Sein“, dein „Verrückt-Sein“ respektiert wird und die anderen deine Perspektiven, Wünsche und Forderungen ernst nehmen. Und du hast ein Recht darauf, die Unterstützung zu bekommen, die dir hilft und die du willst – ohne Zwang und Bevormundung.

„Frank“ ist eine musikalische Tragikomödie aus dem Jahr 2014 von Regisseur Lenny Abrahamson. Frank, gespielt von Michael Fassbender, ist der charismatische Frontmann der experimentellen, englischen Außenseiterband „Soronprfbs“. Das Besondere: Frank trägt stets einen überdimensionierten, albernen Pappmaché-Kopf. Selbst seine Bandkollegen, darunter Clara (Maggie Gyllenhaal) haben ihn......

Zugegeben, die Überschrift klingt reißerisch. Ist sie aber eigentlich gar nicht. „Verrückt“, das bedeutet im eigentlichen Wortsinn „verschoben“, „an einem anderen Platz“. Wer verrückt ist, steht also an einem anderen Ort, sieht und empfindet die Dinge anders, hat andere Perspektiven als andere. Kurz gesagt: Wer......

Verrückt. Unnormal. Durchgeknallt. Psycho. Was denkst du, wenn du solche Wörter hörst? Bestimmt nichts Gutes. Mitunter verwenden angepasste Menschen solche Ausdrücke, um Außenseiter in Kategorien wie »durchgedreht und gefährlich« oder »gescheitert« einzusortieren. Zweifelst du daran, dass man so denken könnte? Leider spiegeln solche Begriffe unsere......

Seele – was ist das eigentlich?

Was macht eigentlich einen seelisch gesunden Menschen aus? Und was ist das eigentlich, diese Seele? Wo sitzt sie – im Gehirn, im Herz oder doch im Bauch? Gibt es einen Unterschied zwischen Seele und Psyche? Viele Fragen ranken sich um das Thema. Wir wollen sie uns an dieser Stelle unserer Kampagne gemeinsam stellen und nach Antworten suchen wollen. Dabei helfen uns kluge Köpfe aus den Bereichen Philosophie und Medizin ebenso wie deine persönlichen Erfahrungen aus dem Leben.

Krankheits-Bilder

Wenn die Seele vom Kurs abkommt, dann drückt sich das in einer vielzahl von Symptomen aus. Trauer, Wut, Verzweiflung, Antriebslosigkeit bis hin zu einer veränderten Wahrnehmung der Realität. Ärzte diagnostizieren auf dieser Grundlage verschiedene Krankheitsbilder: Von der Depressionen bis zu Angsterkrankungen, von Essstörungen zu Störungen des Sozialverhaltens, ebenso unterschiedliche Persönlichkeitsstörungen und schizophrene Krankheitsmuster. Darüber wollen wir aufklären und die Erkrankungen verständlich machen. Dabei helfen uns junge Betroffene – denn wer kann besser über eine Erkrankung und eine damit vielleicht einhergehende seelische Krise berichten, als jemand, der es selbst erlebt hat? Unser Kampagnenschwerpunkt ist deshalb bewusst mit “Krankheits-Bilder” betitelt, weil wir kritisch mit den “Bildern” umgehen wollen, die wir uns von einer Erkrankung und den Erkrankten machen. Welche Vorurteile und Stereotype tragen wir mit uns herum? Außerdem soll diskutiert werden, inwieweit es überhaupt Sinn macht, Patienten per Diagnose in Schubladen zu stecken – eine Kritik, die insbesondere von Psychiatrie-Erfahrenen häufig geäußert wird.

Aus unserer Reihe „Laufend ausgefragt“ kommt hier der zweite Teil des Interviews mit Künstlerin Miriam über ihren Umgang mit der Depression. Falls ihr Teil 1 verpasst habt, den findet ihr hier. Anja: Wie hast du bemerkt, dass du depressiv bist? Miriam: Ich war immer schon......

Anja von SOUL LALA hat sich mit der Künstlerin Miriam auf den Weg gemacht zu einem Spaziergang am Wasser – dort, wo Miriam oft Ruhe und Kraft findet. Dies ist das erste Interview aus unserer Reihe „Laufend ausgefragt“, in der wir Menschen zu Wort kommen......

Verrückt. Unnormal. Durchgeknallt. Psycho. Was denkst du, wenn du solche Wörter hörst? Bestimmt nichts Gutes. Mitunter verwenden angepasste Menschen solche Ausdrücke, um Außenseiter in Kategorien wie »durchgedreht und gefährlich« oder »gescheitert« einzusortieren. Zweifelst du daran, dass man so denken könnte? Leider spiegeln solche Begriffe unsere......