Unsere Projektpartner aus Dresden sind voll “von der Rolle”

Unsere Projektpartner aus Dresden sind voll “von der Rolle”

Der PTV (Psychosozialer Trägerverein Sachsen e.V.) mit Sitz in Dresden hilft Menschen mit seelischen Schwierigkeiten, indem er sie informiert und berät, begleitet und betreut, behandelt und pflegt. Im Zentrum steht dabei die Achtung und Wahrung ihrer Persönlichkeit und Würde, wenn es darum geht, Hilfe zur Selbsthilfe und einen Weg zu mehr Selbstbestimmung zu finden. Die MitarbeiterInnen des PTV unterstützen Klienten deshalb beim Finden und Erhalt von Fähigkeiten, Ressourcen und Lebensperspektiven.

Für Jugendliche gibt es in Dresden die Beratungsstelle KiElt (abgeleitet von „Kinder und Eltern“). Sie bietet Familien in psychischen Belastungssituationen oder mit einem seelisch erkrankten Mitglied vielfältige, kostenlose Unterstützung an. Angehörige wie Großeltern, aber auch Freunde und Nachbarn, können sich ebenfalls an die Beratungsstelle wenden. Denn wenn ein Familienmitglied psychisch belastet oder erkrankt ist, stellt dies eine besondere Herausforderung für die gesamte Familie dar. Es hilft, sich Unterstützung zu holen. Die MitarbeiterInnen von KiElt kommen mit den Betroffenen über Beratungs- und Gruppenangebote ins Gespräch. Kinder, Jugendliche und ihre Familien können hier Entlastung finden, vorhandene Fähigkeiten aktivieren, Lösungen erarbeiten und Veränderungen bewirken.

Bereits in der Vergangenheit hat die Beratungsstelle KiElt in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal in den Sommerferien ein Radioprojekt für Jugendliche gestartet. In einer Audioproduktion setzten sich die jungen Menschen mit den psychischen Erkrankungen ihrer Mütter, Väter oder anderer Angehöriger auseinander.

Gemeinsam mit SOUL LALA können Kinder und Jugendliche mit der Film- und Trickfilm-Produktion ein neues Format ausprobieren. Unter dem Motto „Von der Rolle“ sollen schwierige Themen, wie die persönlichen Krankheits- und Krisenerfahrungen junger Menschen und die Erkrankungen der Eltern angesprochen und medial verarbeitet werden. In der Gruppe mit anderen setzen ermöglicht das Medium Film ihnen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sich auszutauschen, von anderen zu lernen und ihre Fähigkeiten zu trainieren. So wird ihr Selbstwertgefühl gestärkt und Bewältigungsstrategien können erweitert und erprobt werden.

Erstmals werden auch Jugendliche ohne persönlichen oder familiären Bezug zum Thema „Seelische Gesundheit“ am Projekt teilnehmen können – der inklusive Ansatz soll zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen beitragen und Berührungsängste verringern. Außerdem üben die Jugendlichen sich im Umgang mit der Studiotechnik und bauen ihre Medienkompetenzen aus – und wer weiß: Vielleicht finden einige von ihnen hier Ideen für ihre berufliche Zukunft.

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